Berufswahlorientierung – Übersicht

Mit „Kein Abschluss ohne Anschluss“ – kurz KAoA – hat Nordrhein-Westfalen ein landesweit verbindliches, transparentes, geschlechtersensibles und strukturiertes Übergangssystem von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf eingeführt. Dies soll den Jugendlichen die Berufs- und Studienwahl erleichtern und ihnen den Einstieg ins Berufsleben ebnen. Beschlossen wur¬de es 2011 mit den Partnern im Ausbildungs¬konsens Nordrhein-Westfalen.

KAoA wird in 7 verschiedenen Sprachen in einem kurzen Film unter diesem Link erklärt.

KAoA beinhaltet verbindliche Standardelemente, die an jeder Schule in den Jahrgangsstufen 8-10 verbindlich umgesetzt werden müssen. An unserer Schule gestaltet sich dies wie folgt:

1. Jahrgangsgebundene Maßnahmen

Jahrgang 8

Ein wesentliches Element von KAoA ist die Dokumentation des Prozesses der Berufsorientierung in einem Portfolio. Hierzu dient der sogenannte „Berufswahlpass“, der zu Beginn der Klasse 8 an die Schüler ausgeteilt wird. Dieser kommt in der Folge regelmäßig im Rahmen der Berufsorientierung, vor allem im Politikunterricht, zum Einsatz.

Im ersten Halbjahr der 8. Klasse findet eine Potenzialanalyse bei einem außerschulischen Träger statt.
Hierbei lernen die Schülerinnen und Schüler in Übungen ihre persönlichen Interessen und Fähigkeiten kennen. Im Anschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler Rückmeldungen in Einzelgesprächen, zu denen auch die Eltern eingeladen werden.

Die in der Potentialanalyse gewonnenen ersten Erkenntnisse können die Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr der Klasse 8 vertiefen, indem sie an drei Tagen drei Berufsfelder noch besser kennenlernen (Berufsfelderkundung).
Die Schülerinnen und Schüler suchen sich hierzu drei Betriebe aus jeweils unterschiedlichen Berufsfeldern, die sie jeweils einen Tag lang besuchen.
Für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf wird eine trägergestützte Berufsfelderkundung von der Schule organisiert.
Ausführliche Informationen zu den Elementen der Berufsorientierung in Klasse 8 erfolgen an einem Elternabend mit den StuBo (Studien- und Berufswahlkoordinatoren) am Schuljahresbeginn.

Jahrgang 9

Zu Schuljahresbeginn bietet die Berufsberaterin der Arbeitsagentur einen Elternabend für allgemeine Informationen zu Perspektiven und Entscheidungsmöglichkeiten an.

Im ersten Halbjahr der 9. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Klassenlehrern das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Bochum. Dies wird im Politikunterricht vor- und nachbereitet.
Im zweiten Halbjahr absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Betriebspraktikum, zu dem sie eine Praktikumsmappe anfertigen. Auch das Praktikum ist curricular im Fach Politik eingebettet und wird dementsprechend vor- und nachbereitet.
Desweiteren erfolgt in Klasse 9 der Besuch einer Berufsmesse.

Jahrgang 10

Da sich nach dem Schulabschluss für unsere Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste Perspektiven ergeben, werden neben der Beratung im Hinblick auf den Beginn einer Berufsausbildung auch die Möglichkeit eines weiteren Schulbesuchs berücksichtigt.
Hierzu finden ein Informationsabend der Berufskollegs sowie eine Veranstaltung für Informationen zur Oberstufe an Gymnasien und Gesamtschulen statt.
Zum Ende des ersten Halbjahres veranstalten wir zudem eine Schulung für die online-Anmeldung an den weiterführenden Schulen.

2. Jahrgangsübergreifende Maßnahmen

  • regelmäßige Sprechstunde durch die zuständige Berufsberaterin der Arbeitsagentur in der Schule, ab Jahrgang 9
  • persönliche Beratung durch die StuBo im Berufsorientierungsbüro (BOB), ab Jahrgang 8
  • Nutzung der Materialsammlung im Berufsorientierungsbüro (BOB)
  • Bereitstellung und Verteilung von Informationsmaterial (CDs, Broschüren, Aushänge etc.) über die Klassenlehrer sowie die Infowände
  • Verbindliche schuleigene Berufsberatung in jedem Halbjahr der Jahrgangsstufen 8-10

3. Zusätzliche Angebote an unserer Schule

  • Schulinterne trägerstützte Talentwerkstatt in den Jahrgängen 7 und 8, die von den Schülerinnen und Schülern bisher als attraktive und sinnvolle Ergänzung zur Potentialanalyse wahrgenommen wurde.
  • Kooperation mit der Firma BAUDER in Bochum Hiltrop. Diese bieten neben Praktikumsplätzen auch Betriebsbesichtigungen, die in Jahrgang 8 durchgeführt werden.
    Insbesondere über den Austausch mit Auszubildenden können unsere Schülerinnen und Schüler vieles zu Bewerbung und Berufsausbildung erfahren.